Über mich

Wer bin ich?

Ich bin Morena Eckert, Anfang 20, komme aus dem Südwesten Deutschlands, bin Enkelin, Tochter, Schwester und Cousine. Bis Ende 2018 stand hier noch, dass ich in ein allgemeinbildendes Gymnasium gehe, aber dort habe ich mich leider abmelden müssen.

Meine Herzensthemen sind unter anderem:

  • Inklusion und Barrierefreiheit, die ja bekanntlich in den Köpfen anfängt und nicht auf den Straßen aufhört,
  • politische Partizipation der Bürger,
  • miteinander reden statt aneinander vorbei gehen,
  • Erhalt und Schutz unserer Natur,
  • Upcycling

Ich habe eine Schwerbehinderung und einen Rollstuhl. Genau genommen zwei: Meinen Aktivrolli für drinnen und meinen E-Rolli für draußen. Seit meiner Behinderung habe ich unter anderem eine fast ständige Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und eine Minderung der Merkfähigkeit, weshalb ich nicht mehr so oft zum Lesen komme. Denn eigentlich bin ich eine Bücherratte, ich weiß langsam gar nicht mehr, wohin mit meinen ganzen Büchern.

Ich habe nicht lange überlegt, ob ich von meiner Behinderung schreibe oder nicht. Es war für mich klar, dass ich es tue. Zum einen, weil sie einfach ein Teil von mir ist und mich prägt. Ich möchte nicht über die Behinderung definiert werden, aber leugnen kann ich sie schließlich auch nicht. Zumal man meinen roten E-Rolli mit den vielen Aufklebern kaum übersehen kann (kleines Update: mittlerweile hat er leider keine Aufkleber mehr, da politische Symbole im Bundestag verboten sind und ich im Juni 2018 aber mit #politikorange im Bundestag war). Wobei mir auch schon passiert ist, dass mein Rollstuhl übersehen wurde, das ist aber eine andere Geschichte. Zum anderen bin ich der Überzeugung, dass es wichtig ist, dass man über Behinderung redet und das Thema nicht totschweigt. Ich weiß, dass es da unter Menschen mit Behinderung(en) und Beeinträchtigung(en) reichlich Diskussionen gibt. Aber meiner Meinung nach sind wir Menschen heutzutage noch nicht so weit, um Behinderung(en) als normal zu betrachten, ich meine normal in dem Sinne von Brillen. Brillenträger haben im Prinzip auch eine Art Behinderung, die über das Hilfsmittel Brille ausgeglichen wird, aber darüber wird nicht mehr gesprochen, es ist einfach normal geworden. Ich glaube aber, es wäre nicht normal geworden, wenn man sich nicht intensiv damit auseinandergesetzt hätte, es wird zum Beispiel fast niemand mehr gehänselt, weil er eine Brille trägt. Und deshalb finde ich es wichtig, dass Leute Fragen stellen, denn sonst stehen die Fragen immer zwischen einem. Erst wenn die Fragen geklärt sind, kann man es als normal annehmen. Was nicht heißt, dass jeder einen Freibrief bekommt, jede Frage einer wildfremdem Person mit Behinderung zu stellen. Und die fragende Person muss es in jedem Fall akzeptieren, wenn der Behinderte nicht darüber reden möchte.
Aber das ist nur meine private Meinung, so gehe ich mit meiner Behinderung um. Ich kenne einige, die nicht darüber reden möchten und auch das verstehe ich.

Warum dieser Blog?

Ich möchte mit diesem Blog meine Fähigkeiten verbessern, denn mein Berufswunsch ist Journalisten.

Ich werde über das vielseitige Thema Behinderung und Beeinträchtigung schreiben. Ich möchte mich ganz bewusst nicht auf eine spezielle Behinderung als Thema festlegen, denn ich erlebe es viel zu oft, dass z. B. nur an Gehbehinderung oder nur an Sehbehinderung gedacht wird. Damit entstehen viele Barrieren, die man hätte leicht verhindern können, indem man über den eigenen Tellerrand schaut und Experten (in eigener Sache) fragt, welche Hilfsmittel/Unterstützung sie brauchen.

Zum anderen möchte ich auch aus meinem Alltag und von meinen Reisen erzählen, Dinge (gute wie schlechte), die ich erlebe.

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